Körperfett ist wichtig

Ein gewisser KFA (= Körperfettanteil) ist nicht nur überlebenswichtig, sondern hilft unserem Körper in vielerlei Hinsichten
20.02.2017



Fettverteilungen sind von Geburt an bestimmt.

Schon bei der Bestimmung ob männlich oder weiblich, wird uns ein gewisses Maß an Körperfett in die Wiege gelegt. Dieses Fett hat seine ganz eigenen Aufgaben, die häufig dramatisch unterschätzt werden!
Unsere Hormone im Körper bestimmen wie viel Fett wir an bestimmten Orten haben. Jeder kennt den Mann aus dem Studio, welcher zu jeder Zeit ein Sixpack hat. Alle wundern sich, wie er das nur anstellen kann. Ganz simpel, er hat einfach ein wenig Glück gehabt. Wo viele von uns Fett am Bauch anlagern, sind seine Reserven nur an einer anderen Körperpartie. Auch Lebenseinstellungen sollen Einfluss auf unseren Fetthaushalt haben. Wer zB. viel Stress hat, lagert gerne größere Mengen in der Bauchregion an. Kurz um hat Stress nicht nur negativen Einfluss auf die Psyche, sondern auch auf unser Erscheinungsbild.

Fett wird allgemein zwischen Unterhautfett, Organfett, Speicherfett, Muskelfett und Bauchfett unterschieden.
Einige davon sind Lebensnotwendig und auf andere können wir gerne verzichten. Das tiefe Bauchfett sorgt häufig für Gefäßerkrankungen, Entzündungen als auch Bluthochdruck und ist dadurch alles andere als begehrenswert.
Fett besteht grundsätzlich aus Fettzellen, welche in dieser Form Energie speichern und Energie abgeben können. Diese Funktion stammt aus der Evolution, denn hätten wir nicht viel Energie als Fett speichern können, dann wären unsere Tage schnell gezählt gewesen. Ein Ötzi konnte nämlich nicht den Supermarkt um die Ecke nutzen, wenn er gerade mal Energie tanken musste. Die vielen unterschiedlich großen Fettdepots in unserem Körper regeln außerdem Aufgaben wie Hormonproduktion, speichern fettlösliche Vitamine (E,D,K,A) oder lagern fettlösliche Gifte im Fettgewebe. Auch halten sie unsere Zellmembran gesund, sind für deren Kommunikation und Leitfähigkeit unerlässlich. Wer sich an den Biologieunterricht noch erinnert, der weiß auch, dass eine intakte Zellmembran für Kommunikation überaus wichtig ist.

Besonders Frauen leiden unter zu wenig Fett am Körper wie auch in der Nahrung.
Da der Körper von Natur aus super durchdacht ist, wird eine dünne weibliche Bohnenstange  massive Probleme bekommen schwanger zu werden. Warum ist das so? Der Eisprung setzt aus, denn wenn die Grundvoraussetzungen für das Überleben des Fötus nicht gegeben sind, soll keine Schwangerschaft erfolgen. Das würde nämlich weder dem Kind, noch der Mutter positiv bekommen. Neben den ganzen inneren Funktionen nutzt der Körper äußeres Fett, um zu wärmen wie auch zu schützen.

Welcher Fettanteil ist erstrebenswert?
Frauen haben grundsätzlich einen höheren KFA als Männer. Unter anderem ist auch die weibliche Brust ein Lager von Fettgewebe. Dadurch ergeben sich verschiedene Richtwerte für einen „gesunden“ KFA.
Ein Mann sollte zwischen 15 - 20 % KFA liegen, sofern er ausgewachsen und unter 40 Jahre alt ist. Die Frau im gleichen Alter richtet sich zwischen 22 - 24 % KFA ein. Selbstverständlich sprechen wir hier von allgemeinen Richtwerten. Ein Leistungssportler ist nicht ungesund, weil er unter diesen Werten liegt. Dennoch wird davon ausgegangen, dass man mit einem Fettanteil in diesen Bereichen keine Nachteile in Hormonproduktionen oder anderen Arbeitsprozessen angetrieben durch Fett hat. Als Leistungssportler krempelt der Körper ein wenig um, denn der Verbrauch der Muskeln ist so enorm hoch, dass die Energie besser gleich umgesetzt wird, als angelagert zu werden. Dass funktioniert aber nur, wenn auch ausreichen Energie im System vorhanden ist.


Körperfett wird durch viele Faktoren beeinflusst.
Es fängt mit dem Geschlecht an und hört bei dem Aktivitätslevel auf. Wer sein Körperfett unter Kontrolle haben möchte, hat meistens 2 ganz einfache Stellschrauben. Da wären zu allererst die Essgewohnheiten und kurz dahinter der Sport. Wer sich damit ausreichend auseinander setzt, dem wird es nicht schwer fallen auch ganz ohne Hunger einen gesunden KFA auf Dauer zu erreichen. 

Geschrieben von:

Julian Kausch

Julian Kausch


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